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Nochmal eine Anleitung zum Pimpen eines BR6104K.
  1. USB-Port nachrüsten

    Thumbnail imageFür den USB-Port werden zwei USB-Buchsen (vertikal; U11/U12), zwei Elkos (C88, C94), einige WIderstände (R127...R130, R115...R117, R120 und R16) sowie ein Quarzosszillator mit 48MHz benötigt. Die Drosseln L11, L12, L14 und L15 können als solches bestückt werden oder man setzt einfach 0Ω-Widerstände oder Drahtbrücken ein.



     
    R129, R130, R117, R120 22Ω
    R127, R128, R115, R116 15kΩ
    R16 1kΩ
    C88, C94 100µF / 16V
    L11,L12, L14, L15 Drossel oder Drahtbrücke (0 Ω)

    Die Lötaugen des Oszillators sind auf ein rechteckiges Bauteil zugeschnitten. Jedoch ist auch Platz für einen üblicheren Oszillator im DIL14-Gehäuse. Hierzu schneidet man kurzerhand den unbelegten Pin 1 des Oszillators ab. Zum einen sitzt er im Weg, zum anderen wird er sowieso nicht benötigt. Pin 14 wird zur Seite weggebogen so dass er direkt die darunter liegende Leiterbahn (+3,3V) berührt.  An der Berührungsstelle kratzt man nun vorsichtig die Lötstopmaske ab und verzinnt die Stelle. Pin 14 und 15 passen ohne Umbau direkt in die vorgesehenen Lötaugen. Der Oszillator kann in dieser Position festgelötet werden.

    Normalerweise ist ein 3,3V-Typ notwendig. Bei mir funktionierten aber auch 5V-Typen einwandfrei. Falls nicht, ist der Oszillator mit 5V zu versorgen und der Ausgang mit einem Spannungsteiler auf 3,3V zu bringen. 

    Die Kondensatoren C95, C96 sowie C89, C90 hatte ich zunächst bestückt, aber später wieder entfernt, da ich laufend Probleme mit nicht erkannten Geräten hatte. Ohne funktioniert alles einwandfrei.
  2. 5V Schaltregler

    Thumbnail imageNeben den Komponenten für den USB-Port sind auch die Bauteile für die benötigte 5V-Reglung nicht bestückt.
    Die Elkos (C91 und C92), die Speicherdrossel (L13) sowie die Schottky-Diode (D14) habe ich direkt, ohne Umbauten, einlöten können. Anstelle des ursprünglich vorgesehenen MC34063 (U10) habe ich kurzerhand einen LM2576T-5.0 eingesetzt.

    Vin (Pin 1 des Reglers) und GND (Pin 3 und 5 des Reglers) befinden sich in der von mir gewählten Einbauposition direkt unter dem Regler, der somit direkt mit abgebogenen Pins mit der Platine verlötet werden kann. Lediglich die Anschlüsse Vout und Adj müssen noch mittels Drähte mit den erforderlichen Pads auf der Platine verbunden werden (Adj Pin 4 => Elko-Seitiger Anschluss von R125; Vout Pin 2 => Anode der Schottky-Diode D14).

    Die restlichen Widerstände sind nur für den Betrieb eines MC34063 notwendig und müssen nicht bestückt werden.
     

    Hier die eingesetzten Werte:
    C91 = 470µF / 16V
    C92 = 10µF / 35V
    L13 = 100µH / 1,35A
    D14 = 1N?????
    U10 = LM2576T-5.0 (nicht an Originalposition!)
  3. Echte Reset-Taste

    Die vorhandene Reset-Taste (SW2) ist lediglich mit einem GPIO-Port  des Prozessors verbunden und wirkt sich eher wie ein Ctrl+Alt+Entf aus. Das bedeutet, ein Tastendruck muß aktiv von einem Programm (init) bearbeitet werden. Ein richtiger Reset ist es jedoch nicht.

    Diesen kann man aber recht einfach nachrüsten. Hierzu ist lediglich die Kathode der Diode D2 mittels einer Taste gegen GND zu ziehen. Die Position des unbestückten Tasters (SW1) bietet sich hierzu geradezu an. Jedoch ist diese Taste direkt parallel zu SW2 angeschlossen, bietet also nur eine andere Einbauposition.

    Ich habe nun kurzerhand die Verbindungsleiterbahn zwischen SW1 und SW2 unterbrochen und den nun freien Pin von SW2 direkt mit der Kathoder der Diode D2 (bzw Pin 1 von U3 (74LVC14)) verbunden.

    Somit hat SW1 die bereits vorgesehene Soft-Reset-Funktion und SW2 dient als Hardware-Reset.
  4. RS232

    Das Board bietet bereits einen, auf Lötpins herausgeführten, RS232-Port (3,3V-Pegel) an, der nur noch mit einer passenden Stiftleiste bestückt werden muß (alternativ kann auch ein Flachbandkabel, eventuell über einen MAX232, angeschlossen werden). Ich habe hierzu eine Stiftwanne eingesetzt. In Ermangelung einer 8-poligen, wurde eine 10-polige zweckentfremdet (zwei Pins rausgezogen). Bei dieser Aktion war der Elko C97 im Weg, den ich kurzerhand ausgebaut habe. Vorsichtige Zeitgenossen löten diesen als SMD (alternativ 100nF Kondensator) auf der Platinenrückseite wieder ein.
  5. Zweiter RS232-Port

    Der ADM5120P bietet von Haus aus zwei RS232-Ports, von dem aber nur einer herausgeführt ist. Benötigt man wirklich einmal zwei RS232-Ports, so können die fehlenden Signale RxD2 und TxD2 mit Zuhilfenahme einer zitterfreien Hand und einem feinen Lötkolben ebenfalls auf die RS232-Leiste gelegt werden. Pin XX und Pin YY der Stiftleiste sind noch frei und können für die zusätzlichen Anschlüsse verwendet werden.
  6. JTAG-Interface

    Der Einbau eines JTAG-Anschlusses gestaltet sich analog zum RS232-Anschluss. Hier kann direkt eine 14-polige Stiftleiste eingelötet werden. Bei Verwendung einer Stiftwanne ist jedoch wiederum ein Elko (C98) im Weg, den man ebenfalls rückseitig bestücken kann.
  7. Übertakten

    Thumbnail imageDer ADM5120 arbeitet in diesem Router normalerweise mit 175MHz.
    Durch einen kleinen Eingriff können jedoch meist 233MHz herausgekitzelt werden, ohne dass es zu Instabilitäten kommt.
    Für diesen Umbau ist lediglich der Widerstand R89 auszulöten und an Position R90 wieder einzulöten.

 
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